Konferenzsaal des Hilbert's

  • Man baut den Rednerpult auf. Gleichzeitig versucht man, einen Laptop mit einem herbeigebrachten Beamer zu installieren. Da dies nicht funktioniert, versucht man zunächst das Problem am Rechner zu beheben, dann macht man sich auf die Suche nach verschiedenen Rechnern, Beamern und Kabeln, wodurch sich der Beginn etwas verzögert.


    Gleichzeitig erhalten die Eintretenden wie auch die Sitzenden kleine Funkempfänger mit Kopfhörer, um die Synchrondolmetscher, die in einer Ecke paltz genommen haben, zu empfangen.


    Gleichzeitig geht eine Teilnehmerliste herum:


    Teilnehmerliste Konferenz zur Lage der Nation 2019

    Nr. Name Institution¹,² Anschrift² Vortragsthema³ Sprache
    1 Jakobs, Hermann
    Hilbert's Hotels Javaraika
    Sonnenallee 24, Rabenau, Javaraika
    Tourismus in Jadaria: Gegenwart und Zukunft
    Dreibürgisch


    (¹) Falls vorhanden

    (²) Angabe freiwillig

    (³) Nur durch Vortragende auszufüllen. Der erste Vortrag wird von Hermann Jakobs übernommen, die Termine für die folgenden Vorträge im Anschluss bekannt gegeben. Als Vortragssprachen sind Albernisch, Dreibürgisch und Shin zulässig.

    (⁴) In die Sprachen Albernisch, Dreibürgisch und Shin werden die Vorträge synchrongedolmentscht. Audiosysteme zum Empfang der Synchrontexte erhalten Sie zu Beginn der Veranstaltung.

  • Henry trägt sich ebenfalls in diese Liste ein, bevor er sich den Kopfhörer ins Ohr steckt. Seine Fremdsprachenkenntnisse sind allerdings nicht gut genug, um einen Vortrag zu halten.

  • Elisa hat sich mal wieder nötigen lassen, irgendwo hin zu fahren und dort einen Vortrag zu halten – Aus Mangel an Motivation und Vorbereitungszeit wird sie einfach den gleichen halten, wie schon einmal vor ein paar Jahren. Den kennt eh keiner mehr…


    Nachdem sie innerlich lachend darüber nachgedacht hat, was ihr Vater davon halten würde, dass Vorträge in den Tlacatl-Sprachen nicht zulässig sind, trägt sie sich ebenfalls in die Liste ein.



    Teilnehmerliste Konferenz zur Lage der Nation 2019

    Nr. Name Institution¹,² Anschrift² Vortragsthema³ Sprache
    1 Jakobs, Hermann Hilbert's Hotels Javaraika Sonnenallee 24, Rabenau, Javaraika Tourismus in Jadaria: Gegenwart und Zukunft Dreibürgisch
    2 Moloney, Henry F. Moloney's Inc. Albernisch
    3 Tototl, Elisa Tocha Mercia Die Lage der Tlacatl in den Regionen unseres Landes Albernisch, Dreibürgisch
  • Teilnehmerliste Konferenz zur Lage der Nation 2019

    Nr. Name Institution¹,² Anschrift² Vortragsthema³ Sprache
    1 Jakobs, Hermann Hilbert's Hotels Javaraika Sonnenallee 24, Rabenau, Javaraika Tourismus in Jadaria: Gegenwart und Zukunft Dreibürgisch
    2 Moloney, Henry F. Moloney's Inc. Albernisch
    3 Tototl, Elisa Tocha Mercia Die Lage der Tlacatl in den Regionen unseres Landes Albernisch, Dreibürgisch
    4 Konoe, Hideto - Anwesen der Familie Konoe, Unterstadt, Iwakura - Heijanisch (Shin), Albernisch, Dreibürgisch
  • Eine Dame im Anzug tritt nach vorne, während die Anwesenheitsliste weiter herum geht, damit später Eingetroffene sich ebenfalls noch eintragen können.


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    hiermit möchte ich Sie recht herzlich bei uns im Hilbert's Rabenau begrüßen und Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen danken. Danken möchte ich auch allen unseren Sponsoren, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre.


    Die Dame liest die Liste der Sponsoren vor.


    Und nun, da unsere Konferenz mit einer gewissen technischen Verzögerung starten kann, möchte ich unseren ersten Redner, Herrn Hermann Jakobs begrüßen. DIeser ist geschäftsführender Leiter dieser Einrichtung und hält seinen Vortrag zum Thema „Tourismus in Jadaria: Gegenwart und Zukunft“. Einen Herzlichen Applaus dafür!

  • Hermann geht unter Applaus nach vorne.

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    auch ich möchte Sie noch einmal hier im Hilbert's in Rabenau begrüßen. Es ist mir eine große Ehre, Gastgeber dieser Veranstaltung zu sein, die auch von Prominenten und politischen Größen des In- und Auslands besucht wird!


    Wir halten hier also eine Konferenz zur Lage und Zukunft der Nation und des Staatenbundes. Dabei möchte ich ganz offen zu Ihnen sagen: Es gab schon bessere Zeiten! Aber dennoch sollten wir nicht vergessen: Was hat dieser Bund nicht schon alles mitgemacht? Wir haben die Unabhängigkeit erkämpft und aus verschiedensten Ländern, verschiedensten Kulturen, verschiedensten Sprachen einen Bund geformt. Und darin liegt die Kraft unseres Landes und unserer Heimat! Lang lebe Jadaria!


    Nun aber zu meinem eigentlichen Vortragsthema: Der Situation und Zukunft des Tourismus in Jadaria.


    Ich möchte diesen Vortrag mit ein paar Zahlen beginnen, die ich ihnen hier präsentieren möchte.


    er weist auf die Präsentation schräg hinter ihm.


    Im vergangenen Jahr wurde Jadaria erstmals von über 8 Millionen Touristen besucht. Dies ist nicht allein der Fußball-WM zu verdanken, sondern die Tendenz, die sich über die vergangenen Jahre hinweg angebahnt hat.


    der ansteigende Verlauf der Besucherzahlen erscheint auf einer Präsentation


    Insgesamt konnte die Tourismusbranche im verganenen Jahr 15,2 Milliarden Astorianische Dollar Umsatz generieren, das sind ca. 1900 Dollar pro Person. Damit ist die Tourismusbranche die am stärksten wachsende Branche des Bundes.


    Doch was ist die Ursache für diesen Wandel? – Nun, ich meine drei Faktoren ausfindig machen zu können.


    Die Diagramme verschwinden, dafür erscheinen mehrsprachig die Schlagwörter des Vortrags an der Wand


    Das erste ist ein allgemeiner Trend in den verganenen Jahren: International boomt das Tourismusgeschäft, ins Besondere auch in Staaten mit ähnlichen Voraussetzungen, als Beispiel sei hierfür etwa Soledao genannt.


    Das zweite sind die verbesserten Zustände hier im Lande: Diejenigen unter Ihnen, die, wie ich, schon etwas älter sind, können sich mit Sicherheit noch an die Zustände erinnern, die hier noch vor wenigen Jahrzehnten zwar vielleicht nicht an der Tagesordnung, aber auch nicht die Ausnahme waren. – gewalttätige Übergriffe von Rebellen, Straßenkriminalität, mafiöse Strukturen. Unter all diesen Faktoren hat das Image von Jadaria schwer gelitten. Und all diese Faktoren sind zwar noch nicht vollständig verschwunden, keine Frage, aber doch so gering geworden, dass die alltägliche Sicherheit des Einzelnen so hoch ist, dass dieser sich nicht mehr vor irgendeiner Art von Kriminalität fürchten muss, wenn er sich auf öffentlichen Straßen bewegt.


    Diese Tatsache, die dem unermüdlichen Einsatz der Sicherheitskräfte und der Politiker unseres Landes zu verdanken ist, belegt nicht nur die Kriminalstatistik, sondern auch die durch neutrale, teils sogar ausländische Institute immer wieder gemessene subjektive Sicherheit im Lande, also die Frage, wie sicher sich unsere Bürgerinnen und Bürger fühlen. Auch hier haben wir eine stark ansteigende Kurve.


    die wiederum auf der Präsentation erscheint.


    Zum dritten schließlich ist der Anstieg des Tourismus in unserem Lande dem unermüdlichen Einsatz Einzelner und der gesamten Branche zu verdanken; Beispiele für diesen Einsatz möchte ich nun vorstellen.


    Hermann macht eine kurze Pause und trinkt einen Schluck aus einem Glas.


  • Doch bevor ich zu diesem Thema komme noch einmal eine kleine Studie: Diese Studie, die vom jadarischen Amt für Tourismus in Auftrag gegeben wurde, hat Personen in Astor, Fuchsen, der Demokratischen Union und in Glenverness befragt, ob diese schon einmal in Jadaria waren, was sie dort besucht haben bzw. was sie an Jadaria als Besucher interessieren würde. In dieser Studie…


    deren Ergebnis in der Präsentation angezeigt wird


    …wurden hauptsächlich drei Faktoren genannt. Punkt eins mit Abstand, wenig unerwartet, „Strand und Meer“. An zweiter Stelle rangierten „Dschungel“ und an dritter Stelle schließlich „außergewöhnliche Kultur“.


    All diese Faktoren hat sich das erste Unternehmen zu nutze gemacht, das ich hier vorstellen möchte. Ihr Name lautet „JaBoom“. Hinter dieser Initiative steckt ein mercisches Unternehmen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, verschiedene Abenteuertouristen anzusprechen. Dazu bieten sie über das Internet verschiedene Programme an, mit denen man Urwald- wie auch Strandtourismus buchen kann, beides mit einem Schwerpunkt auf sportliche Betätigung.


    Nach eigener Aussage verortet „JaBoom“ seine Kernzielgruppe im Bereich der Zwanzig- bis Dreißigjährigen, leicht überdurchschnittlich Wohlhabenden und eher Gebildeten. Da diese Gruppe sich durch ein überdurchschnittliches Umweltbewusstsein auszeichnet, versucht das Unternehmen dies auf drei verschiedene Arten aufzugreifen: So spenden sie einen gewissen Teil ihres Umsatzes an Umweltprojekte, ins Besondere an solche, die es sich zum Ziel gemacht haben, sich um den jadarischen Regenwald zu kümmern. Zum Zweiten verorten sie sich als Unternehmen im Bereich des „sanften“ Tourismus und werben damit, dass sie versuchen, bei ihren Urwaldtouren die Umweltschäden so gering wie möglich zu halten, etwa, den bestehenden Baumbestand nicht zu gefährden. Außerdem kooperieren sie bei ihren Touren auch mit den obgenannten Umweltschutzorganisationen dahingehend, dass sie ihren Kunden anbieten, deren Arbeit zu begleiten, zu beobachten, zu helfen.


    Dabei ist dieses Unternehmen zwar noch jung, aber ausgesprochen erfolgreich, es handelt sich um eines der erfolgreichsten Start-Up-Unternehmen des Landes, wie auch die Geschäftszahlen beweisen, auf die ich hier jedoch nicht weiter eingehen möchte.


    Diese erscheinen dennoch auf der Präsentation im Hintergrund.


    Was zeigt uns „JaBoom”? – Nun, ich denke, diese Firma besitzt eine gewisse Pionierfunktion. Sie zeigt, dass wir etwa im Bereich des Umweltschutzes ein gewisses Potential besitzen, welches wir bewusst auch zur Steigerung der Wirtschaft nutzen können: Unsere Umwelt ist ein Teil unseres Kapitals, welches wir auch gerade im Bereich des Tourismus nutzen können. Dieser Bereich ist, so beweisen es verschiedenste internationale Umfragen, immer gefragter.


  • Als zweites Beispiel für erfolgreiche Tourismusunternehmen möchte ich die Mercische Nahverkehrsgesellschaft vorstellen. Eckdaten zum Unternehmen und zu dessen Profil brauche ich vermutlich nicht zu nennen, schließlich handelt es sich hier um eines der größten Transportunternehmen im jadarischen Bund.


    Unternehmen wie der Mercischen Nahverkehrsgesellschaft kommen im gesamten Landestourismus Schlüsselrollen zu, denn schließlich ist es deren Aufgabe und Verantwortung, die Touristen von den Häfen und Flughäfen zu den Ausaflugszielen und Unterkünften zu bringen. Daher ist es auch für uns ein gutes Zeichen, wenn derartige Unternehmen beschließen, ihren Service auszubauen und daher beispielsweise die Anzahl der angefahrenen Haltepunkte weiter zu vergrößern, wie hier zu sehen ist:


    Eine Karte Mercias mit einigen roten Punkten wird sichtbar.


    Hier befinden sich die Haltepunkte des Fernbusnetzes des Unternehmens im Jahre 1987. Fünf Jahre Später, im Jahre 1992 sind bereits diese Punkte hinzugekommen:


    Weitere Punkte werden sichtbar


    Schließlich weitere 10 Jahre später hat sich das Netz fast verdoppelt, und noch einmal fünf Jahre später sieht die Karte wie folgt aus.


    es werden immer mehr rote Punkte auf der Karte eingezeichnet.


    Und dieser Fortschritt geht nicht mit sinkenden Leistungen im qualitativen Bereich einher, im Gegenteil! So kommen ins Portfolio dieser Verkehrsgesellschaft immer neue Premium- und High-Quality-Angebote, die auch immer stärker, gerade von ausländischen Touristen, nachgefragt werden.


    Dies ist auch der Tatsache zu verdanken, dass das genannte Unternehmen verschiedene Kooperationsprojekte mit lokalen Pensionsanbietern und Hotels anbietet, um so einen exklusiven Shuttleservice in verschiedene Regionen anbieten zu können; gleichzeitig wurden etwa Kombi-Tickets vereinbart, bei denen Besucher bestimmter Hotels Rabatte auf die Nutzung der Nahverkehrsangebote bekommen. Diese Kooperation ist von beiderseitigem Nutzen und wurde gerade zur Zeit der Fußball-WM stark nachgefragt, da es den Zuschauern günstig ermöglichte, von der Unterkunft ins Stadion zu kommen, so konnten mit Hilfe dieser Tickets zus#tzliche Umsätze von über 1 Millionen jadarischen Dollar erziehlt werden.


    Derartige Kooperationen könnten vorbildhaft sein, auch für andere Sektionen des Tourismus: Ich stelle mir da etwa Kooperationen zwischen lokalen Museen, Transportdienstleistern und Anbietern von Unterkünften vor, die es ermöglichen, gemeinschaftliche Tickets anzubieten und als solche international im Internet zu vertreiben. Diese Tickets würden dann allen beteiligten Unternehmen eine größere Planungssicherheit und eine größere Reichweite garantieren.


  • Worin also liegen, um von den Beispielen zum Allgemeinen wieder zurück zu kommen, Gegenwart und Zukunft des Tourismus in Jadaria?


    Nun, in erster Linie in seiner Kundenorientiertheit: Der Kunde in seinen Zielen steht an erster Stelle. Dabei ist der Tourismus von sich heraus international ausgerichtet, besitzt also eine Vielzahl von verschiedenen Kunden in verschiedenen Herkunftsländern, verschiedenen Kulturen – Er ist also genau so vielseitig, wie unser Land selbst. Daher bietet gerade Jadaria eine große Chance verschiedene Kunden aus verschiedensten Ländern abzuholen und als Kunden zu gewinnen.


    Dabei existieren noch eine Reihe an Problemen, die sich aber in den nächsten Jahren – hoffentlich – bessern werden: So ist an vielen Stellen, gerade abseits der bereits existierenden Zentren, ins Besondere abseits der Küsten, die Infrastruktur nicht genug ausgebaut, um eine große Menge an Touristen zu bewältigen. Aber dies ist auch eine Chance! Gerade im Sektor des Abenteuertourismus ist dies ein Vorteil, den Jadaria gegenüber anderen Ländern zu bieten hat. – Und der junge, jugendliche Abenteuertourist, der auf der Suche nach Dschungelerlebnissen ist und sich beim Surfen ausprobieren möchte, kann eine unserer Hauptzielgruppen werden.


    Weiterhin fehlt an vielen Stellen ein klares Konzept, eine klare, übergreifende Zusammenarbeit, eine Orientierung für den Touristen, für den Kunden: Oftmals sind potentielle Ziele mangelhaft ausgeschrieben, mangelhaft beworben, überhaupt teilweise geradezu unauffindbar. Dafür brauchen wir einen klaren Plan,. mir schwebt da so etwas wie eine nationale, über das Internet erreichbare Sammelstelle für Touristenziele, die von der Gemeinschaft der Tourismusbetriebe getragen wird, vor Augen. Diese kann gleichzeitig potentielle Ziele präsentieren, Karten für den Personennahverkehr und Anreiseflugtickets verkaufen und Hotelzimmer in der Nähe der gewünschten Ziele vermitteln. Dann wären wir für unsere Kunden besser erreichbar und könnten somit unseren Umsatz noch weiter erhöhen; wir wären ferner interessant für Reiseführerverlage auch im Ausland.


    Wenn Sie, verehrte Damen und Herren, weitere Fragen oder Anmerkungen haben, dürfen Sie diese gerne stellen. Ansonsten bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr reges Interesse und hoffe, dass Sie und ich noch einige angenehme Tage hier in Rabenau bei einer hoffentlich nutzbringenden Konferenz haben werden!