Naniwa | Stadtzentrum

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    Naniwa (難波市) ist ein alte Hafenstadt an der Ostküste der Insel Dejima (出島) in der gleichnamigen Naniwa-Bucht (Naniwagata, 難波潟) im Daimyat Jōmō gelegen und kann auf eine wechselvolle und historisch bedeutsame Vergangenheit zurückblicken. Wie kaum eine andere Stadt des Landes hat es Naniwa dabei geschafft, die alte traditionelle Architektur in einer harmonischen Symbiose zur neuen, modernen Bauweise zu setzen.

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    Über den Dächern von Naniwa

    Der Berg Shifu (Verehrtes Väterchen, 師父) der sich in einiger Entfernung am Horizont abzeichnet ist nicht nur einer der höchste Gipfel in Shinkoku, sondern nimmt er in der Geschichte von Naniwa und der Kami-Verehrung eine besondere Rolle ein. Im Zuge der raschen Besiedelung des Landes entstand auf dem Shifu in der Mitte des 9. Jahrhunderts mit dem Enryaku-ji eine der bedeutendsten Tempelanlagen jener Zeit. Mit mehr als 2.800 Gebäuden erstreckte sich diese Tempelstadt in ihrer Blütezeit über den Berg und war früh ein Anziehungspunkt für jeden Anhänger der Hetei-shū (河帝宗). Hierdurch bedingt nahm die Zahl der dort lebenden Mönchen stetig zu, so das diese auch in den Kampfkünsten bemittelten Scharen den umliegenden lokalen Herrschern alsbald ein Dorn im Auge wurden.

    Zudem fühlten sich die Herrscher der großen Dynastien, mitunter einer anderen religiösen Strömung anhängend, durch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Erstarkung der dortigen Mönche in ihren religiösen Überzeugungen und politischen Absichten bedroht.


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    Shifu, 2.748 m

    Im Jahre 1748 fühlte sich der neue Shógun Kujó aus dem Hause Kyōke (京家) derart von der politischen und militärischen Macht der Mönche bedroht, dass er diese in einem Feldzug vernichtend schlug. Im Zuge der Beseitigung dieser Bedrohung für seinen universellen Machtanspruch ließ er die Gebäude um den Enryaku-ji niederbrennen, den Haupttempel selbst ließ er jedoch unangetastet.